Dänemark

© Stig Nygaard, http://www.rockland.dk/
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„Die Umweltbedingungen von morgen werden sich aufgrund des Klima-wandels erheblich von denen von gestern unterscheiden. Wälder müssen widerstandsfähiger werden, um sich an die Zukunft und den Klimawandel anzupassen. Es wird erwartet, dass Wälder höheren Risiken durch extreme Wetterereignisse und neuen Schädlingen und Krankheiten ausgesetzt sein werden, die ihre Gesundheit gefährden.

Wir müssen sorgfältig darüber nachdenken, wie wir unsere Wald-gebiete bewirtschaften. Andernfalls werden wir nicht genug davon haben, um alle unsere Bedürfnisse zu decken. Nachhaltige Waldbewirtschaftung, Aufforstung und die Nutzung von Holz als nachwachsender Rohstoff sind wirksame Maßnahmen gegen den Anstieg des CO2-Gehalts in unserer Atmosphäre. Darüber hinaus gibt es viele weitere steigende Anforderungen an die Ökosystemleistungen und Funktionen, die Wälder bieten. Wir möchten, dass sie beispielsweise Lebensräume und natürliche Öko-systeme für die Artenvielfalt bieten sowie eine Reihe weiterer wichtiger Leistungen wie Erosionsschutz, Schutz vor Lawinen und Steinschlag, Grundwasserschutz, Pilze und Beeren, Wandern, Camping und Jagen.”

– Palle Madsen, Leiter und Inhaber der privaten forstwirtschaftlichen Forschungsgesellschaft innovasilva (2025)

KRANK DURCH KLIMAWANDEL

Die „grünen Buchen ringsherum”, welche in der dänischen Nationalhymne besungen werden, sind – zusammen mit anderen Baumarten in Dänemark – in einem wärmeren Klima besonders anfällig. Weltweit verbreiteten sich Baumkrankheiten schneller und unbekannte Schädlinge und Krankheitserreger gefährden die Wälder. So stellen zum Beispiel Parasiten der Gattung Phytophthora eine große Bedrohung unbekannten Ausmaßes für die dänischen Baumarten dar. Durch die Zunahme an Wetterextremen durch den Klimawandel kommt es vermehrt zu Waldbränden und starken Stürmen, die ganze Waldflächen zerstören.

BIODIVERSITÄTSVERLUST IN DÄNEMARK

Dänemark hatte sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 den Bio-diversitätsverlust zu stoppen. Dieses Ziel wurde nicht erreicht. Auch wenn die Geschwindigkeit abgenommen hat, wird immer noch davon ausgegangen, dass 51 % der Arten weiter im Bestand sinken. Nur 12 % der Arten sind stabil oder wachsen. Naturschutz-gebiete reichen nicht aus, um das Artensterben zu stoppen, Vor-gaben für Industrie, und inter-nationale Kooperation sind nötig, um Lebensräume zu erhalten.¹

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DÄNEMARK ALS VORREITER FÜR WALD-UND BIODIVERSITÄTS-ERHALT

Seit 1923 wurde der Waldanteil Dänemarks verdoppelt. Für die nächsten zwei Jahrzehnte ist die Pflanzung von einer Milliarde Bäume geplant. Dabei sollen 10 % der jetzigen landwirtschaftlichen Flächen renaturiert werden. Das soll nicht nur dem Klima helfen, sondern zum Biodiversitätsschutz maßgeblich beitragen.³