Paraguay

©Canva, 2025
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©Alejandra Acuña Balbuena

„Als ich ein Kind war, hielt ich Klimaanlagen nicht für eine Not-wendigkeit. Sie waren eher ein Luxus. Die meisten Haushalte, die ich kannte und die es sich leisten konnten, ihre Klimaanlage laufen zu lassen, hielt ich für „reich“. Heute würde ich das nicht mehr so sehen. Die Hitze ist unerträglich geworden, wenn man sich nicht in einem klimatisierten Raum befindet. Im Dezember 2024 und Januar 2025 gab es nur wenige Tage, an denen die Temperatur unter 37 Grad Celsius fiel. Menschen, die es sich nicht leisten können, ihre Klima-anlage tagsüber laufen zu lassen, und die während der Sommerferien Kinder zu Hause haben, ziehen es manchmal vor, sie an Orte wie das Einkaufs-zentrum zu bringen, wo sie ein paar Stunden abseits der brennenden Sonne verbringen können, da es gefährlich sein kann, sich im Freien aufzuhalten. Das ist nicht normal, das kann nicht sein. Aber ich weiß nicht, wie man es aufhalten kann. Oder was wir dagegen tun können. Außer die Klimaanlage einzuschalten.”

– Alejandra Acuña Balbuena (2025)

STADTHITZE IM BALLUNGSRAUM ASUNCION

Seit 1990 hat sich die Anzahl an Hitzewellen in Paraguay verdreifacht und es wird davon ausgegangen, dass die nationale Durchschnittstemperatur bis 2050 um 2 °C steigt – bis 2100 um 4 °C.¹ Prognosen gehen von einer Steigerung der hitzebedingten Todesfälle um 21,6 %, einer Verdopplung der Krankenhausaufenthalte und eine Verdreifachung der Arztbesuche aus.²

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KLIMANALAGEN – PROBLEM UND LÖSUNG?

Klimaanlagen werden immer mehr zur Notwendigkeit, dabei zeigt sich wie wichtig alternative Stadtanpassungsmaßnahmen sind. Zum einen verbrauchen Klimaanlagen große Mengen an Energie. Zum anderen setzen diese zusätzlich Wärme frei. Ein Dauerbetrieb führt also zu einem Rückkopplungseffekt, bei dem die Stadt weiter aufheizt. Bei einer Erwärmung des Ballungsraums Asunción von 1,6 – 5,9 °C wird die private Stromnutzung um 4 – 12,5 % steigen.

©Canva, 2025
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