Portugal

© Stadt Cascais
© Stadt Cascais
© Stadt Cascais

„Der Klimawandel bedroht zuneh-mend sowohl städtische als auch ländliche Gemeinden in Portugal. Steigende Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster verschärfen Dürren und Wasser-stress und erhöhen die Gefahr der Wüstenbildung und des Verlustes der biologischen Vielfalt. Der Verlust portugiesischer Öko-systeme infolge des Klimawandels wird durch wiederkehrende Wald-brände, die durch zunehmende Hitzewellen, lang anhaltende Dürren und extreme Wetter-ereignisse noch verstärkt werden. Dies ist ein Beschleuniger, der das Wohlergehen unserer Gemeinden und die Stabilität unserer Wirt-schaft bedroht. Wenn die Lebens-räume eines Landes gefährdet sind, steht seine gesamte Zukunft auf dem Spiel.”

João Dinis, Klimaschutzbeauftragter, Cascais, Portugal (2025)

WALDBRÄNDE – EINE ZUNEHMEND BEDROHLICHE REALITÄT

Seit 2020 werden die Brände in Portugal häufiger, intensiver und dauern länger an. Gleichzeitig beginnt die Brandsaison immer früher im Jahr – eine Entwicklung, die eng mit der Klimakrise und veränderten klima-tischen Bedingungen zusammenhängt. Neben klimatischen Faktoren trägt auch der Mensch zur Eskalation bei. Portugals Wälder sind vielerorts von Monokulturen wie Eukalyptus geprägt – eine schnell wachsende, aber leicht entflammbare Baumart. Zudem wird Landpflege vernachlässigt und es kommt immer wieder zu fahrlässigem Verhalten oder vorsätzlicher Brandstiftung.¹ ²

Portugal ist das am stärksten von Bränden betroffene europäische Land. Im Jahresdurchschnitt gibt es etwa 17.000 Brände. Jedes Jahr brennen durchschnittlich 120.000 Hektar – das entspricht ca. 5 Mal der Stadt Frankfurt.³

picture_portugal_2_de
© Stadt Cascais
© Stadt Cascais