

„Mein Name ist Amanda und ich lebe auf der Saugeen-Bruce-Halb-insel in Ontario, Kanada, einer Region, die für ihre reiche biologische Vielfalt, ihre alten Wälder und ihre einzigartige Geologie bekannt ist. In den letzten Jahren hat sich der Klimawandel insbesondere auf unsere Wälder ausgewirkt. Auf der Bruce Peninsula gibt es wärmere Winter und heißere Sommer. Die frühere Schneeschmelze wirkt sich auf die Bodenfeuchtigkeit und die Wasserverfügbarkeit für Pflan-zen aus, was die Anfälligkeit für Dürre und die Gefahr von Wald-bränden erhöht. Im Jahr 2024 kam es auf der Bruce Peninsula mehrere Tage lang zu einer Ver-schlechterung der Luftqualität, die Luftqualitätswarnungen für das Gebiet auslöste, die auf Wald-brände in Nordontario und Quebec zurückzuführen waren.”
– Amanda Stanger-Soulliere (2025)
SCHWERE WALDBRANDSAISON
In den Jahren 2023 und 2024 erlebte Kanada außergewöhnlich schwere Waldbrandsaisonen mit verheerenden Auswirkungen auf Umwelt, Klima und Gesellschaft.¹

40% DER FLÄCHE KANADAS IST VON WALD BEDECKT
In Kanada findet man hauptsächlich natürliche Wälder vor, in denen Feuer sogar eine wichtige ökologische Rolle spielt. Besonders Nadelbäume wie Schwarzkiefern, Weißkiefern und Banks-Kiefern sind daran angepasst. Die Zapfen der Banks-Kiefer öffnen sich erst durch große Hitze, wodurch sich die Art nur durch Brände vermehren kann. Der Klimawandel hat die Bedin-gungen für Waldbrände in Kanada erheblich verschärft. Studien zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit für extreme Brände durch den Klima-wandel um das Dreifache gestiegen ist. Die Kombination aus höheren Temperaturen und längeren Dürre-perioden schafft ideale Voraus-setzungen sowohl für die Entstehung als auch die Ausbreitung von Wald-bränden.² ³
