Niger

©Canva, 2025
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„Der Wald hat seine Seele verloren. Einst war er voll von Gummiarabikum und wilden Früchten von unschätz-barem Wert für die Bevölkerung. Heute ist das alles weg. Schlimmer noch: Die Heilpflanzen, die wir nutzen, sind nicht mehr da. Das bringt uns Frauen in eine hoffnungslose Lage, denn mit ihnen ist unser Einkommen dahin. Der Wald verschwindet und wir appellieren, ihn zu retten.”

Finda Lompo, geboren um 1946 in Niaktiré in der Gemeinde Makalondi in der Region von Tillabéri in Niger (2013)

ARTENSTERBEN DURCH KLIMAWANDEL

Starkregen, Überschwemmungen, plötzliche Hochwasser und weniger Niederschläge – all diese Facetten des Klimawandels führen zu Artenverlust bei Bäumen und Wildpflanzen und damit zu einer Degradation des Ökosystems. Im Niger verschwinden jedes Jahr an die 100.000 bis 120.000 Hektar Waldfläche. Der Rückgang des Wald-bestands zwingt ein Viertel der Bevölkerung und ihr Vieh, auf degradiertem Land zu leben mit einer entsprechenden Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen. Niger gehört zu den 15 vom Klimawandel am stärksten bedrohten Ländern.¹

In den letzten 10 Jahren ist die biologische Vielfalt in Niger immer stärker zurückgegangen. Schätzungen zufolge haben über 70 % der Naturschutzgebiete in Niger schon erhebliche Teile ihrer biologischen Vielfalt bereits verloren.³

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