Peru

© Robert Guimaraes
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„Zwischen Juli und Oktober 2024 registrierte man im peruanischen Amazonasgebiet mehr als 240 Waldbrände. Unter den am stärksten betroffenen Regionen waren Amazonas, San Martín und Ucayali. Von den 25 Regionen des peruanischen Amazonasgebiets waren 22 am stärksten betroffen. Ungefähr 3.000 Hektar Wald wurden zerstört, darunter auch Naturschutzgebiete. Registriert wurden 16 Todesfälle und mehr als 134 Verletzte. Mehr als 87 Territorien indigener Völker des peruanischen Amazo-nasgebiets waren direkt betroffen, darunter das Volk der Shipibo-Conibo. Die meisten Waldbrände wurden durch menschliche Aktivi-täten verursacht, vor allem durch das Abbrennen trockener, ent-waldeter Flächen zur Erweiterung landwirtschaftlicher Gebiete. Diese Praktiken hatten durch extreme Trockenheit, starke Winde, aber auch durch den Klimawandel und das Phänomen El Niño heftige Auswirkungen. Der Schutz der Wälder ist für uns indigene Völker von grundlegender Bedeutung. Ohne indigene Völker gibt es keine Klimagerechtigkeit.”

– Leslie Guimaraes Valera, Shipibo-Conibo aus der Region Ucayali in Peru (2025)

ZUNEHMENDE AUSBREITUNG DER BRÄNDE

In den letzten Jahren haben Wald-brände in Peru deutlich zugenommen. Laut einer Recherche von Ojo Público ist die betroffene Fläche zwischen 2019 und 2023 um 62 % gestiegen. Besonders drastische Anstiege verzeichneten die Regionen Caja-marca, Loreto, Áncash und San Martín. Waldbrände stellen längst kein lokales oder punktuelles Problem mehr dar, sondern entwickeln sich zu einer landesweiten Bedrohung.¹

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UMWELTZERSTÖRUNG UND SOZIALE FOLGEN

Die ökologischen und sozialen Folgen der Waldbrände sind gravierend. Wälder, die eine wichtige Rolle im globalen Klimaschutz spielen, werden in wenigen Tagen oder Wochen zerstört. Fachleute gehen davon aus, dass Wälder in Peru zwischen 30 und 60 Jahren benötigen, um sich von den jüngsten Bränden zu erholen. In besonders stark betroffenen Gebieten könnte es sogar bis zu 100 Jahre dauern, bis die ursprüngliche Vegetation zurückkehrt.²

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Die Waldbrände 2024 trafen auch Madre de Dios: Dort be-wirtschaften 250 Familien ihre Weiden nachhaltig, ohne Abholzung oder Feuer. Dennoch wurden 50 ihrer Flächen zerstört – 17 davon gingen komplett verloren.³

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